Buenos Aires  Verfasst: Mittwoch, den 05. März 2008 20:40

OK, ich gebe zu, nicht gerade effizient geplant. Aber schliesslich war die Reiseroute emotional gewählt und u.a. durch die Zeit meiner Freunde definiert. So stand Buenos Aires im Februar an.

 

Heute frage ich mich, warum ich erst zum Schluss dorthin gereist bin. Einerseits gut, andererseits: hätte ich Buenos Aires als erste Reise gebucht, dann wäre ich dort geblieben - für die ganze Zeit (u. würde vielleicht schon spanisch sprechen). Mann oh Mann. Ich habe mich in die Stadt verliebt. Und dies auch wieder dank der Einladung lieber Freunde. 

 

Bei Freunden durfte ich wohnen und hatte dadurch die tollste Möglichkeit, die Stadt kennenzulernen. Ich war schon einmal hier - beruflich - vor 3 Jahren. Aber da war natürlich nicht so viel Zeit. Und nun privat und mit Freunden, die sich gut auskennen. Was für eine Zeit.

 

Was für Menschen.

Was für eine Stadt.

Was für ein Wetter.

Was für eine Atmosphäre.

 

Im Taxi saß ich mit Tränen - zum ersten Mal auf meiner Reise.

 

Die in Buenos Aires vorherrschende Melancholie hatte mich erreicht.

 

Ich kann die Stadt nur empfehlen. Ich werde sie wieder besuchen. Ein schöner Abschluss, der eine schöne Sehnsucht ausgelöst hat. Nach mehr.

 

Ja und nun ist Schluss mit meiner kleinen Weltreise. Denn der Ernst des Lebens wartet wieder auf mich. Aber dazu an anderer Stelle mehr.

 

Vielen Dank für Eure Geduld und Zeit.

 

Ich bin sehr dankbar für dieses Erlebnis und die tolle Erfahrung. Das Größte was ich mitnehme, sind die vielen Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen. Das hat mir viel Energie gegeben und die Gewissheit, dass wir auf einer tollen Welt leben.

 

Euer Klaus

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Asia - Vietnam / Hanoi & Ho Chi Minh City (Saigon)  Verfasst: Samstag, den 01. März 2008 20:29

Und weiter gehts. Wieder mit Vietnam Airlines. Übrigens, sehr zu empfehlen. 

 

Erste Station: Hanoi, die Hauptstadt (falls jemand mal zu Günther Jauch oder als Telefonjoker agieren muss).

 

Hanoi - man denkt, man sei in der DDR. OK, das Wetter war kühl im Norden (ca. 15 - 20 Grad im Januar). Ausserdem nebelig und voller Abgase. 

 

Erstes Bild: alle fahren Moped. Und alle sind viele. An den Kreuzungen, überall sieht man hundere von Mopeds. Und das Bild steigert sich später noch in Saigon. Die Menchen lächeln weniger als in den warmen Gefielden. Aber rein kulturell ist Hanoi natürlich ein "Muß"! "Onkel Ho" hat dort gewirkt und so wird er auch in der Hauptstadt gefeiert. Ein Denkmal nach dem anderen und so einiges erinnert an Ost-Berlin.

Die Stadt war geschmückt für das anstehende Neujahrsfest. Endlich hatte ich Gelegenheit dieses Fest einmal vor Ort zu erleben. So konnte ich in Hanoi ein zweites Mal Sylvester feiern. Mit einem wundervollen, staatlich, sozialistisch organisiertem Feuerwerk am See in Hanoi. Und dem Erlebnis, das überhaupt nichts mehr geht in der Stadt bzw. im Land. Fast 1 Woche ruhen durchaus wichtige Bereiche des Landes. Ich hatte dadurch Schwierigkeiten Flüge zu organisieren und wäre beinahe nicht mehr nach Deutschland gekommen. 

 

Gewohnt habe ich in dem wundervollen Metropol Hotel - eines DER historischen Hotels im Lande. Mit "sagen"-haften Gästen in der Geschichte. Im alten Teil des Hotels zu wohnen ist echt ein Genuss. Und man zahlt nirgends Trinkgeld im Hotel: sozusagen Trinkgeldfreie Zone. Ungesehen, aber interessanter Ansatz.

 

Die Stadt hat man schnell erlebt u. der Lärm geht einem dann doch bald auf die Nerven, so daß ich mich sehr auf die Reise zu den Kreidefelsen in die Halong Bay gefreut habe. OK, die Fahrt dauert ca. 4 - 5 Stunden. Dafür wird man aber auf der Dschunke entlohnt. Die beeindruckenden Bilder der Kreidefelsen sowie die kulinarischen Höhepunkte auf der Dschunke ergaben in Summe einen faszinierenden Tag. Im Sommer kann man dort gerne mehrere Tage verbringen. Mir reichte dieser eine Tag und die Vorfreude auf ein warmes Hotel.

 

Von Hanoi ging es dann weiter nach Saigon. Man darf die Stadt durchaus noch so nennen. Nach knapp 2 Stunden Flug kommt man in eine faszinierende Stadt - vergleichbar mit Bangkok - aber charmanter. Und ich bin froh, daß Saigon am Schluss dieser Reise stand. 30 Grad und die ganze Zeit Sonne. Puh! Gott sei Dank.

Und noch mehr Bikes/Mopeds. Kleiner Tip: Am besten alle ignorieren und einfach laufen. Dann passiert auch nichts. Einmal habe ich versucht Rücksicht zu nehmen u. beinahe wäre ich Opfer gewesen. Also Augen nach unten und los. Die Mopeds dienen wirklich zu allem: Familientransport, Transport von Gütern aller Art. Ich habe einen Fotoband dazu gefunden, der dies am besten verdeutlicht. Meine Bilderjagd endete meistens verwackelt.

 

Eine Stadt in der man sich schnell wohl fühlt. Lächelnde Menschen, "savoir vivre" was Clubs, Restaurants, Cafes und Geschäfte angeht. Und das Wetter lässt natürlich auch die Stadt besser erscheinen. Eine wunderschöne Station zum Schluss des Asientrips. 

 

Der hiermit auch endet. Abschliessend möchte ich sagen, dass mir die Asienreise in unterschiedliche Länder sehr gut gefallen hat. Man vergleicht, man sieht die Vielfältigkeit und man erfreut sich der überaus großen Aufmerksamkeit, die einem die Menschen dort entgegenbringen. Vielen Dank für dieses Erlebnis. 

 

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Asia - Cambodia/Angkor Wat  Verfasst: Mittwoch, den 27. Februar 2008 16:10

Von Bangkok ging es dann mit Bangkok Airways nach Siem Reap. 

 

Eine rein kulturelle, gar historische Reise. Wenn man schon dort in der Gegend ist, sollte man sich Angkor Wat - als DIE historische Stätte - nicht entgehen lassen. Um ehrlich zu sein: es gibt dort auch nur Tempelanlagen - na ja - fast.

 

OK - ich gebe zu, es gibt Menschen, die verbringen dort Wochen. Mir genügten ein paar Stunden dank einer sehr konzentrierten Führung. Interessanter waren die vielen kleineren Tempel im Umkreis. Das spannende ist, dass in Ankor Wat selbst investiert wird, es aber im Umkreis viele kleinere Tempelanlagen gibt, die der Natur überlassen werden. So gestaltet sich hier ein wahrer Kampf zwischen Bäumen/Pflanzen und dem Gestein. Beeindruckende Bilder, die man übrigens in der laufenden TUI Werbung gerade sieht.

 

Für mich war die Begegnung mit den jungen Mönchen in Angkor Wat selbst eine beeindruckende Scene.

 

Spannend war der Ausflug zum Tonle Sap Lake. Dort konnte man hautnah erleben wie die Bevölkerung mit den Naturgewalten von Hoch- und Niedrigwasser in ihren floating homes umgeht. Ihr ganzes Leben ist danach ausgerichtet. Es gibt Familien, die leben in einer Stadt aus Hausbooten. Auch Schulen, Viehzucht und Basketballplätze waren Bestandteil dieser "Städte". Aber es gibt auch Familien, die sich mit dem Wechsel des Wasserstandes immer wieder ein neues Domizil suchen mussten. Die Bilder stimmen einen schon sehr nachdenklich, auch wenn die Menschen dort lächeln.

 

Siem Reap ist nicht groß und lebt vom Tourismus wg. der Tempelanlagen. So ist das Stadtleben auch sehr konzentriert. Der kleine Stadtkern ist aber sehr schön und gerade abends wunderbar um kulinarisches und vergnügliches zu geniessen.

 

Die Kambodschaner sind ein freudiges und lebenshungriges Volk. Bedenkt man die Geschichte, die ja eigentlich noch keine "alte Geschichte" ist, dann ist man verwundert, wie schnell Menschen wieder Hoffnung schöpfen können. Das Land ist sehr empfehlenswert. 

 

Aber jetzt auf nach Vietnam - mit Vietnam Airlines.

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Asia - Thailand/Bangkok  Verfasst: Mittwoch, den 20. Februar 2008 15:45

Welcome 2008.

Nachdem ich kurz in Düsseldorf gewesen bin um Familie und Freunde zu besuchen ging es gleich danach nach Warschau. In meiner "alten Heimat" bin ich in 2007 nicht gewesen u. es hat sich sehr gelohnt in die wunderbare Hauptstadt Polens zu reisen. Aus menschlichen, aber auch aus kulturellen Gründen. Einige Dinge verändern sich Gott sei Dank ja nie: gute Freundschaften auch nicht. Schön.

 

Nach ein paar Tagen in Hamburg ging es dann Richtung Asien. Erste Station Bangkok.

 

Ich bin schon einmal in Bangkok gewesen, aber diesmal hatte ich dank lieber Freunde vor Ort die Möglichkeit, die Stadt aus "lokaler Perspektive" zu erkunden.

 

Die Stadt versetzt einen in einen Rausch. Der Verkehr, die vielen Menschen, die Hitze, die vielen Gerüche. Unglaublich - aber WOW!

 

Was man allein an einer Kreuzung alles erleben kann. Die Schaltphasen von bis zu 240 Sekunden kann man ja unterschiedlichst nutzen, wie z.B. einen schnellen Tempelbesuch. Erholung bieten dann die zahlreichen Shoppingcenter. Und wenn man mal schneller als 1 Stunden von A nach B gelangen möchte, nimmt man einfach den Skytrain - wenn er denn die Strecke bedient. Aber auch zu Fuss oder mit dem Taxi gehts. Jetzt habe ich auch endlich mal das Strassensystem verstanden. Ich sag nur Soi, Soi, Soi - u. damit meine ich nicht die Sauce.

 

Kulinarisch hat Bangkok auch eine Menge zu bieten. Neben den ganzen Garküchen, kann man in Bangkok alles und überall essen. Highlight war der Besuch des Vertigo im Banyan Tree Hotel. Das Restaurant und die Bar befinden sich im 80. Stock. Tolle Perspektive auf die Stadt. Es gibt Bars, Cafes, Restaurants, Clubs vielfältigster Art. Und nicht vergessen: jeden 2. Tag eine Massage. Das mußte sein.

 

Natürlich gehörte auch das Standardprogramm dazu: Königspalast, Wat Phot und und und. Erholung bot dann das Oriental Hotel zur Tea Time.

 

Nach all dem Stadt-Rausch hab ich die Thailandreise dann mit ein paar Tagen Erholung auf Koh Samed beschlossen. Ca. 4 - 5 Stunden Autofahrt inkl. einer kleinen Boots-Tour dauert es bis Koh Samed. Dafür wird man dann mit einsamen Stränden, tollem Wasser und einer super ruhigen und entspannenden Atmosphäre belohnt.

 

Ein schöner Abschied von Thailand. Von hier aus gings dann nach Kombadscha. Nach so viel Fun und Action war mal wieder was für den Geist angesagt. Also auf nach Siem Reap - nach Angkor Wat. 

 

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Australien - Sydney  Verfasst: Montag, den 07. Januar 2008 15:40

Sagte ich mal, ich fliege gerne? OK - aber Sydney ist echt ne Challenge. Und sagte ich, ich bin viel gereist in meinem Leben? OK - aber wieso braucht man für Australien ein Visum? Aber bei Reemtsma haben wir ja gelernt spontan zu reagieren. Also ohne Visum rein in den Flieger und in Singapur bestimmt, aber nett sein. Und es geht. Bis auf den kleinen Schönheitsfehler, dass ich in Singapur zum Dänen (DK) wurde und als Deutscher (DE) in Sydney mal glatt aus der Schlange geholt wurde und ins Immigration Office musste. Aber nach einer gewissen Zeit konnte ich sagen: "Ich bin drin".

 

Soviel zur Anreise. Sydney ist echt ne tolle Stadt, wenngleich man die ganze Zeit herumläuft und mit Kapstadt oder San Francisco Vergleiche anstellt. Und bis heute bin ich mir noch nicht sicher wie ich Sydney finde. Schon toll, aber so weit weg. Mein Gott, man bekommt gar nichts mehr von Europa mit - obwohl ja alles sehr europäisch ist - sorry britisch. Man meint eigentlich in London zu sein. Sydney ist nur nicht so gedrungen.

Landschaftlich der Hammer. Auch Sydney habe ich morgens per Jogging erkundet. Was allerdings noch schneller ging, als New York.

Toll ist es mit den Fähren zu fahren oder mit dem Auto die zahlreichen Buchten zu erkunden u. jedes Mal eine neue Perspektive auf Sydney zu bekommen.

 

Die Erkundungstour ausserhalb Sydneys ging Richtung Südosten - New South Wales. Ist ja doch alles recht gross und ich wollte ja erst mal schauen, ob es mir gefällt.

 

Ein wunderschönes Land. Natur, Vegetation, Tierwelt - sehr beeindruckend. Die Menschen sind sehr nett u. ich hab in all der Zeit kaum Polizei gesehen, was wiederum für das friedliche Leben der Kulturen spricht (hab mir allerdings keine Statistiken angeschaut).

 

Der Südosten ist gekennzeichnet durch viel Natur, tolle weitläufige und einsame Strände, rauhes Meer und .... viel Regen. Wozu das führen kann, sehen wir gerade in den Nachrichten. Ausserhalb Sydneys hat es fast nur geregnet während meines Besuches. Aber auch da kann man die Natur begutachten.

 

Zurück in Sydney von der Tour ging es dann darum Freunde zu treffen, das Weihnachtsfest gemeinsam zu verbringen u. dann endlich bei Sonnenschein das Strandleben zu erkunden. Und man glaubt es nicht, Bondi Beach ist der BESTE. Ich hab noch nie so ein tolles Meer erlebt. Hohe Wellen, kaltes Wasser (nicht so kalt wie in Südafrika) und ein kunterbuntes Volk am Strand. Normalerweise meidet man derartig bevölkerte Strände, aber es war schon sehr spannend dort. Zu empfehlen das SPEEDOs Cafe gleich am North Bondi Beach.

 

In Sydney selbst gibt es nicht so viel kulturelles - verglichen mit New York. Zudem war Sommeranfang und die Oper hatte geschlossen - toll.

 

Es gibt viele gute Restaurants, nette Pubs, die in Australien zumeist "Hotel" heissen (historisch: jede Bar, die Alkohol anbietet, musste auch Schlafgelegenheiten bieten). Also ich war viel in Hotels

 

Ach ja, und dann war noch der Flug mit dem Airbus 380. Tolles Fluggefühl - eigentlich gar keins mehr

 

Kleiner Tip, Klaus: beim nächsten Besuch Inlandsflüge in Richtung Nordosten (Queensland) und in den Westen buchen. Aber Klaus, du wolltest ja auch erst mal schauen.

 

So, jetzt bin ich wieder in HH um mal ein paar Dinge zu regeln. Es gibt ja doch noch Anrufe, Mails und Briefpost. Und - ach ja, irgendwann muß ich ja auch mal wieder arbeiten. Da schau ich jetzt auch mal schnell. Als nächstes geht es erst mal nach Warschau. Meine alte Heimat - zumindest für 3,5 Jahre. Besuche Freunde, die ich in 2007 gar nicht gesehen habe. Ich werde berichten.

 

Wecome 2008! Alles GUTE! und LIEBE!

 

 

 

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